Verfasst von: el barto | März 31, 2009

Altenburg, du Brandenburg Thüringens

Morgen,

nach dem ich eine, mehr oder minder freiwillige, Pause eingelegt habe, gibts heute mal wieder was zu lesen. es geht um die Kornkammer Thüringens, die gestern für 15 Minuten meine Umgebung war…

15 Minuten Aufenthalt in Altenburg. Der Regionalexpress von Gera über Ronneburg fährt in den Altenburger Bahnhof ein. Vor einer Stunde lief ich noch bei schönstem Sonnenschein durch das Gessental nach Ronneburg, die Vögel zwitscherten, das rostbraune Wasser plätscherte den Bach entlang und das ehemalige BUGA-Projekt „Neue Landschaft Ronneburg“ schickte sich an ein paar grüne Blätter entstehen zu lassen. Doch nun habe ich Aufenthalt in Altenburg. Fünfzehn Minuten, genug Zeit um sich eine Fahrkarte zu ziehen und eine Zigarette zu rauchen die von der tristes des Bahnhofes ablenkt. Ich bin ein wenig aufgekratzt was wohl an meiner nachdenklichen Stimmung liegt die mit diesem Endbahnhof kollidiert. Altenburg ist nur für die Geraer Linie ein Endbahnhof, ansonsten verkehren hier sogar Elektrozüge von Zwickau nach Leipzig die beide zu Metropolregionen gehören, nur irgendwie scheint Altenburg davon nichts abbekommen zu haben. Es stehen mehrere Leute auf den Bahnsteig. Ein Vater mit seinem dreijährigen Sohn den die Bahn fasziniert, ein Technohörer der wohl gerade ein Pille eingeworfen hat und ganz aufgeregt den Bahnsteig entlang hastet und wieder zurück, sowie ein paar Nazis deren Blick ich geschickt ausweiche. Natürlich haben sie um vier Uhr nachmittags ein Bier in der Panke mit der Aufschrift „Sternburger Export“ was mich ein wenig verwundet. Aber Sterni ist nun mal günstig und wird soeben auch von Arbeitslosen, prügelnden Nazis gesoffen.

Die verrosteten Stahlträger tragen seitlich Elektrokabel die in Verteilerdosen enden, welche den Anschein erwecken, älter als die Greifensteine zu sein. Von ihrer Einprägung lässt sich noch VEB EAW mit viel Mühe erkennen. Das Bahnhofsvordach des anderen Bahngleises fehlt zur Hälfte. Das darunter liegende Eisengerüst scheint sich nach einer Kopfbedeckung zu sehnen und eine kleine Rangier-Lok mit der Aufschrift „Dai-Lei“ steht etwas verlassen auf dem Abstellgleis.

Über den metallenen Sitzbänken die dazu da sind sich den Gluteus Maximus abzufrieren hängt ein Plakat mit der Aufschrift „Altenburg reizt…“, es soll daran erinnern das dass deutsche Skat-Gericht seinen Sitz in Altenburg hat wo das Spiel auch erfunden wurde. Im Moment reizt es eher meinen Magen der sich eine orale Ejakulation wünscht um diesen Bahnhof zu verschönern. Auf Dem Plakat sind zwei Leute in sächsisch-Altenburger Landestracht zu erkennen. Mit ihren grün bilden sie eine Abwechslung zum geschwärztem Lack auf den verrosteten Stahlträgern. Der Kontrast allerdings überlastet die Augen so stark, dass man nichts anderes tun kann um sich mit einem Stirnrunzeln abzuwenden.

Auf der anderen Seite sind allerdings Blaulackierte NACCO-Transportwagen zu erkennen welche entweder restauriert oder neu hergestellt wurden. Wenigsten eine Blüte in einer ansonsten mit Umweltgiften belasteten Umwelt.

Die folgenden Bahnhöfe erwecken nicht gerade Zuversicht. Böhlen und Markkleeberg stehen in Sachen Traurigkeit mit schrägen Bahnsteigplatten dem Altenburger Bahnsteig in nichts nach. Auch verändern sich die Farben kaum. Wahrscheinlich muss jede Woche auf dieser Strecke das Zugpersonal komplett ausgetauscht werden, da es ansonsten beginnt an Depressionen zu leiden. Selbst Leipzig Connewitz versprüht noch den alten DDR-Charme, nur die neue graue Bank wirkt im Gegensatz zum Bahnhof ein wenig deplatziert.

Zwar wurde Ronneburg zu einem Bahnhalt degradiert, was aufgrund der geringen Anzahl von Fahrgästen verständlich ist, wirkt aber mit der Schutthalde gegenüber wahnsinnig attraktiver als diese Bahnhöfe hier.

Erneuter halt in Leipzig-Stötteritz. Ein Metallgestell fehlt hier vollkommen, dafür ist eine Holzkonstruktion angebracht die den Eindruck erweckt, das sie noch aus Zeiten des 3. Reiches stammt… wo sind denn nur die blühenden Landschaften geblieben? Wahrscheinlich sind sie untwegs falsch abgebogen.

Bilder kommen eventuell demnächst

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Verfasst von: el barto | Januar 20, 2009

Telefonterror

Aller zwei Jahre ist es das gleiche. Man muss sich entscheiden welches neue Mobile man sich von seinem Anbieter wünscht. Eigentlich hört sich am Mobile bei dem Beratungsgespräch alles toll an. Man darf sich was aussuchen, verhandelt ein wenig über den Preis und bekommt am Ende eine neue elektronische Spielerei mit der man die Gegend und sein Umfeld mit Klingeltönen foltern kann. Gut, ich gebe zu das ich gerade Franz Ferdinand mit Lucid Dreams durchdudeln lasse… aber das ist wenigstens gute Musik, und wir wissen ja dass gute Musik mindestens eine Gitarre braucht.

Dennoch beginnt jetzt eine Zeit der Verwirrungen und sonstiger unangenehmer Vorkommnisse. Denn es vergeht kein Tag an dem keine Service-Nervensäge nicht anruft um sich zu erkundigen ob alles zu meiner Unzufriedenheit verläuft, ja, genau, unzufriedenheit! Ich mag es schon so nicht wenn mich jemand fragt wie es mir geht. Ich habe so um die sieben Ichs, und da sind nicht mal die latenten Ichs gemeint welche so oft meine Handlungen beeinflussen. Also was soll ich antworten? Etwas sowas wie: „Also mein perspektivisches Ich steht auf einer Skala von 0 bis 1000 bei etwa 597…“

Sowas will doch keiner hören! Nun ja, ich nehme den ersten anruf in dem nochmal alles nachgekaut wird nicht übel und bin sogar relativ zufrieden wenn ich eine Zeitangabe von 5-7 Werktagen bekomme. Es ist mir nicht mal wichtig wie lange es dauert, ich bin ja kein kleines Kind mehr das Weihnachten schon am 2. Dezember nicht mehr erwarten kann.

Es sind inzwischen 10 Werktage vergangen. Zu diesem Zeitpunkt erfolgt eine SMS mit der relativ unpersönlichen Nachricht: „Ware kann aufgrund von unvorhergesehenen Witterungsverhältnissen nicht ausgeliefert werden. Die Lieferzeit verlängert sich um wenige Tage.“

Mit den zusätzlichen Tagen habe ich kein Problem. Allerdings mit „unvorhergesehenen Witterungsverhältnissen“ bin ich nicht einverstanden. Es ist schließlich Winter, und soooo weit ist die Klima-Erwärmung noch nicht fortgeschritten, das man in unseren Breiten nicht mehr mit Schnee und Glatteis zu rechnen braucht.

Werktag 17: Noch immer kein Mobile in Sicht. Die Karenzzeit ist verstrichen der Schnee getaut…

Werktag 21: Anruf von Service-Mitarbeiter. Mir wird vorgeworfen dass ich zum Zeitpunkt der Lieferung nicht zu Hause war. Ich frage nach wann die Lieferung war und bekomme als ziemlich unwirsche Antwort: 15:30 Uhr. Auf meine Bemerkung das ich im Kapitalismus lebe und ab und zu mal Geld verdienen will um es gegen Waren und Dienstleistungen einzutauschen und somit nicht den ganzen Tag zu Hause sein kann, bekomme ich entgegen geschleudert: „Andere schaffen das aber auch.“ Gut, ich kann es verstehen wenn jemand miese Laune hat, vielleicht wird bei ihm auf Arbeit als Motivationsmusik Xavier Naidoo gespielt. Wie in diesem Kaffee in dem ich den Blogeintrag gerade verfasse. Dem K&S-Erfinder ging es vor ein paar Tagen nicht anders. Das Päckchen wird erneut versendet.

Werktag 27: Zettel am Briefkasten: Der Paketzusteller konnte mich leider nicht antreffen. Ich soll ihn anrufen. Ich bekomme eine Zusage für den nächsten Tag, bei der genauen Zeit lässt er mich aber hängen. „Na ja, ich sach mal… es is Dienstach… wird wohl so zwischen 12 und 4 Uhr sein.“

Werktag 28: Gespannt sitze ich da, die Klingel könnte jeden Moment betätigt werden. Etwas Konzentrationsbedingtes kann ich jetzt nicht tun, es besteht die Gefahr dass ich einschlafe. Wüstenplanet lesen fällt ebenso flach… im Fernsehn kommt nur Müll und dank der Telekom ist das Netz noch immer nicht verfügbar. Kochen? Nee, keinen Hunger… nachdem ich eine halbe Stunde Solitär auf dem Laptop zocke vergeht mir die lust. Die Katzen haben genug von meiner Streichelei und legen sich hin… ich versuche ein Kreuzworträtsel zu erfinden, scheiter aber an den Fragen die ich mir selber stellen will da ich die Antwort wohl sowieso kenne. Fragen zu stellen ist nun mal schwieriger als Antworten zu geben. Nach geschlagenen 2 Stunden und 30 Minuten klingelt es. Voller Erwartung und Angespanntheit hebe ich den Hörer ab.“Guten Tag, wir wollten sie mal fragen ob sie Interesse an einem Zeitungsabo hätten…“ Ich lasse sie nicht ausreden und gebe „Machen sie die Leitung frei.“ Von mir bevor ich auflege. Entnervt trotte ich zurück in den Wohnbereich, erneut klingelt es. Diesmal ist es wirklich der Paketzusteller.

„Na schön dat ick sie och mal antreffe.“ Quäkt er mir im breitesten Berlinerisch entgegen. „Ick hab dat Jerät schon zweemal herjebracht.“ Mit einem müden Grinsen das meine genervtheit nur zu einem Prozent ausdrückt gebe ich ihm meine Unterschrift und nehme den Päckchensack in Empfang. Ich dampfe wieder nach oben. Endlich ist es so weit, hoffentlich hat sich die Warterei gelohnt. Ich muss natürlich soft das Telefon untersuchen und stelle fest das es nicht die Funktionen hat die mir versprochen wurden. Es fehlt der SD-Kartenslot oder wie man dieses Teil nennen will. Nach einer genaueren Inspektion stelle ich fest das dieses Mobile gerade mal 12 Mb Speicherplatz besitzt aber natürlich einen integrierten MP§-Player besitzt. Die Frage nach der logik stelle ich nicht… es bedeutet nur das der Marathon noch nicht beendet ist und das Telefon wohl in die Retour geht…

Verfasst von: el barto | Januar 9, 2009

Verschwörungstheorie, wer wirklich dahinter steckt

Auch wenn Regierungen, Illuminaten und sonstige Geheimbünde tolle gesichtslose Organisationen sind die sich wunderbar anschwärzen lassen, ohne das man Repressalien befürchten muss, habe ich heraus gefunden wer wirklich für die Welt so wie sie ist – also zumindest in Deutschland – verantwortlich ist.

Nicht irgendwelche graue Eminenzen die im Hintergrund herum schleichen, keine reichen Typen die gegeneinander Wetten dass sie die Welt verändern können. Nein, es ist viel schlimmer.

Aber zuerst ein kleines Rätsel:

Was ist das?

Alter: – ab 50 aufwärts

Frisur: – Dauerwelle in allen möglichen Farben

Spezialfähigkeit: – kennt 350 verschiedene Arten von Kuchen/Torten und davon unglaublich viele Varianten

– Kleinkind-Radar

Bestes Organ: – Schwafelwerk

Organ mit größten Sorgen: – Galle

Ja, es handelt sich um die älteren Frauen welche Stundenlang in den Frisuer-Salons dieser Welt sitzen damit ihre Dauerwelle ja nicht nach 2 Wochen wieder weg ist. Da man aber mindestens 2 Stunden unter diesen Gehirnfresserhauben sitzen muss wird einem ziemlich schnell langweilig. Was tut man also? Man liest eine Illustrierte. Und genau an diesem Punkt kommen wir zur Wurzel allen Übels.

In jedem Haar-Salon findet man sie, das wirklich medium das Deutschland bestimmt. Was Hass-Prediger (mein BILD-Lieblingswort) für die Moscheen sind, das ist diese Illustrierte für die Armee der Dauerwellen-Damen. Die BUNTE. Sie darf in keinem Salon fehlen, und steckt voll von weis gesagten Fakten über die Welt der A, B und C Promis sowie denen die gerne Promis wären. Eigentlich hasse ich das Wort Promi, aber leider muss man sich ab und zu anpassen, außerdem bin ich halber Mathematiker und deswegen schreibfaul, also schreibe ich das Wort nicht aus wenn’s doch eine so beschissene Abkürzung gibt.

Nun ja, die Damen werden mit dem Hohn vollgestopft, merken sich die Hälfte von dem Mist und verbreiten ihn weiter. Das ideale Medium um Gerüchte in die Welt zu setzen. So ist es kein Wunder das die Hälfte der Menschheit glaubt das es wirklich lila Kühe gibt, das Volk in der Demokratie bestimmen würde, und das Außerirdische schon des Öfteren die Erde besucht hätten. Gut, das sind eigentlich nicht die Themen der Bunten, aber wenn man nur jede so und so vielte Zeile liest dann kommt garantiert son Zeugs raus. Nun ja… irgendwie geht mir gerade die Luft aus. Habe auch noch an anderen Sachen zu schreiben. Bis Bald.

Verfasst von: el barto | Januar 5, 2009

Das Leben im Jahr 2009 (Teil 1)

Herzlich Wikommen bei n(ostradamus)-tv… ähhh blog.

20.01.2009

Die Weltverbesserung tritt in Kraft. Verstopfte Abflüsse sind nur noch halb so schlimm. Palästinänser und Israelis (wäre es politisch unkorrekt wenn ich Juden sagen würde?) legen ihre Differenzen bei und gründen das neue Großreich Schwamminien. Spongebob wird Staatspräsident, Petrick oberster religiöser Führer. Mister Krabs wird Inhaber über sämtlicher McDonalds-Fialen der Welt in denen nur noch Kalbfleisch angeboten wird. Quadrathosen werden als der neue Sommertrend vorausgesagt.

29.02.2009

Aus Rationierungsgründen (Winter kostet dem Steuerzahler zu viel) wird der Winter um einen Tag verkürzt. Die Weltwirtschaft erhofft sich dadurch einen neuen Aufschwung.

18.04.2009

Gott II hat Geburtstag. Jesus schenkt ihm ein neues, weißes Seidenhemd.

04.05.2009

Um endlich Einigkeit zu demonstrieren und dem Volk sympathischer zu werden ernennt die SPD Kai Diekmann zu ihren Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten. Dies soll mehrere Signale zur gleichen Zeit setzen. Zum einen die Solidarisierung mit der Arbeiterklasse, denn jeder kann wie Kai Diekmann mit einem Haufen Pomade im Hirn erfolgreich sein.

07.05.2009

Fortsetzung der Weltverbesserung. Außerirdische landen in Schönefeld. Die Bild-Zeitung zeigt sich überrascht, hatte sie die Landung doch erst für 2010 erwartet. Darauf hin beschließen die Außerirdischen dem Springer-Verlang samt Mitarbeiter auf ihre Heimatwelt mitzunehmen, sowas lustiges hatte man dort seit Jahrhunderten nicht mehr.

27.07.2009

Deutsche Bahn in der Krise. Wieder entgleist ein ICE. Der Grund: Cindy aus Marzahn hielt die Bahngleise für ihre Bühne, selber schuld wenn man die Nase zu weiß Pudert.

20.09.2009

Irgendwann ist Wahl. Die SPD muss nach dem Diekmann-Desaster mächtig Prügel einstecken. Die neue Regierungskoalition wird aus den Grünen der Linken und der Deutschen Barack Obama-Partei gebildet. Gott II schaffte es in seinem Wahlbezirk Berlin-Lichtenberg nicht in den Bundestag.

Verfasst von: el barto | Dezember 9, 2008

Hurra, die Energiesparverordnung ist Da…!?

Nun ist es so weit, die gute alte Glühlampe (und nein, es heißt nicht Birne!!! Es gibt kein Glühobst!!!) hat nach der langen Zeit ihrer Entwicklung ausgedient. Alles hatte 1809 angefangen, also vor 200 Jahren. (ja, 199 eigentlich, aber ich bin mal nicht so kleinlich). Damals war es zwar noch eine Bogenlampe, aber sie kam dem heutigen Lichtbringer schon ziemlich nahe.

Und nun? Nun entscheiden so ein paar Leute die sich keine Gedanken darüber machen müssen wie viel eine Glühlampe kostet das sie eingesargt wird und nur noch fürs Museum taugt.

Ehrlich gesagt, ich habe nichts dagegen. Allerdings glaube ich manchmal dass die Leute einiges nicht bedenken. Energiesparlampen sind eine feine Sache. Leuchten hell mit weniger Energie, und dieses Strom fressendes Monster von herkömmlicher Lampe kann bei der Lebensdauer einfach nicht mithalten. Also ist doch alles schön. Wir sparen Energie, tauschen die Lampen seltener und entsorgen diese, wenn sie doch mal defekt sind,… Ja, wo entsorgen wir die Energiesparlampen? Verdammt, daran hat wohl niemand so recht gedacht. Wo werden denn Energiesparlampen, bei Muad‘Dib nochmal, entsorgt? Um es kurz zu machen, auf dem Wertstoffhof. Viele werden sich jetzt natürlich fragen was ein Wertstoffhof ist. Noch mehr Leute allerdings, die wissen was ein Wertstoffhof ist, fragen sich wie oft sie denn schon da hin fahren. Immerhin liegen die nicht gleich an der übernächsten S-Bahn Station. Ach, bevor ich es vergesse. Die zugemüllten Senken und Abhänge wo andere ihren Müll gerne mal entsorgen, gelten nicht als Wertstoffhof.

Also, man weiß selten wo sie sind und man wenn man weiß wo sie sich befinden, dann weiß man auch das man sich glücklich schätzen kann wenn man einmal im Jahr dort vorbei kommt. Doch natürlich gibt es auch hier Murphys Gesetz. So eine Energiesparlampe geht natürlich dann kaputt wenn man gerade vom Wertstoffhof kommt. Verdammt, soll man jetzt extra wegen einer defekten Lampe nochmal da hin fahren? Entweder das, oder man lässt sie ein Jahr in irgendeiner Ecke verstauben. Wahrscheinlich vergisst man auch diese im nächsten Jahr dahin zu schaffen und so weiter. Wenn ich mal ehrlich bin, und ihr, geschätzte Leser, auch. Wir werden sie wohl in den Müll werfen weil wir mit wichtigeren Problemen zu kämpfen haben als mit Ensorgungsproblematik, zum Beispiel ob wir heute Abend einen Fernsehabend alleine mit Bier, oder mit Kumpels und Bier verbringen und dabei vielleicht noch über Energiesparlampen diskutieren wenn uns die Themen ausgehen. Allerdings gibt’s da das Problem des Quecksilbers. Ich will jetzt nicht all zu weit ausholen, wir wissen das Quecksilber giftig ist und so weiter, punkt.

Vielleicht sollte man es machen wie mit alten Batterien welche man im Supermarkt abgeben kann… allerdings vergesse ich jetzt schon ständig das ich die abgeben muss… der Berg wird immer höher.

Aber es gibt noch andere Sachen. Zum Beispiel: Energiesparlampen bringen erst nach etwa 5 Minuten Brenndauer ihre volle Leistung. Auch verbrauchen sie in diesem Zeitraum mehr Energie als eine normale Glühlampe. Klar, man lässt nur selten eine Lampe weniger als 5 Minuten brennen. Allerdings gibt es Orte wo das durchaus der Fall ist.

Zum Beispiel Treppenhäuser. Dort brennen Lampen wesentlich kürzer als 5 Minuten, dadurch das die Energiesparlampe auch nicht von Anfang an ihre höchste Lichtausbeute zeigt, wird es ziemlich dunkel sein. Klar wären LED-Lampen eine alternative, aber die benötigen wiederum eine spezielle Elektronik und so…

Nun ja, ich muss los. Bis bald.

Verfasst von: el barto | November 27, 2008

Gedankensprünge „Die Stadt-Denken-Zeit“

Morgen,

ja, der Titel könnte genau so gut zu einem Song von Kraftwerk gehören, tut er aber nicht. Es geht um Berlin. Ich wollte nicht „meine Stadt“ schreiben da ich ja nicht ihr Eigentümer bin oder so. außerdem müsste ich dann überall in der Stadt rumlaufen und unter den tausendmal aufgesprühten Slogan „Wem gehört die Stadt?“ in lauten Buchstaben „MIR!“ schreiben. Ich würde ja nicht meinen Namen oder gar meine Adresse hinschreiben… könnte ja sein das mich jemand meines Eigentums, was ich mir seiner Meinung nach unrechtmäßig angeeignet habe,  berauben will… oder so. Nein, darum geht‘s eigentlich nicht. Es ist eigentlich ein seltsames bodenloses Gefühl was einem wiederfährt wenn man sich bewusst durch die Stadt bewegt. Bewusst ist hier anders gemeint als das übliche bewusst… es ist so wie beim hinfallen abgelenkt zu werden um fliegen zu können, so ein bewusst. Wenn man die Menschen so betrachtet die sich ebenfalls in den gelben pulsierenden Adern der Stadt bewegen fällt einem auf das sich gar nicht so unterschiedlich sind. Klar, der eine trägt einen maßgeschneiderten Anzug von Armani oder Coxnera (Keine Ahnung, die Firma hab ich gerade erfunden) und erträumt sich wie er wohl heute Abend auf Koks abgehen wird. Eine andere wiederum sitzt in einem Cafe an einer weniger befahreneren Straße, schaut nach draußen und fragt sich ob sie mit diesem Typen die richtige Wahl getroffen hat… sie liebt ihn halt wobei sie sich selber wohl nicht die Frage beantworten kann was liebe ist. Ich kann das auch nicht, ich will das nicht mal, ich glaube nicht mal das ich viel davon spüren kann… ich trau dem ganzen Konzept der Liebe nicht über den Weg um es genau zu nehmen. Aber alle, oder zumindest der Großteil, gibt sich mit einer Frage ab. um es einmal mit einem Werbeslogan zu sagen: „Was bringt mir die Zukunft?“

Sie steuern ziellos umher auf der Suche nach vergessenen Schals, dem nächsten Zigarettenautomaten oder einem süßen Kaffee um die Welt nicht nur vom Rinnstein aus zu betrachten, sondern von einem Kaffee aus in dem man sich wohl besser konzentrieren kann um zu denken…

Denken, was ist denken? Ein Prozess mit dem ich aufgrund einiger Informationen, ein paar unbekannten Variablen und Verknüpfungszeichen versuche ein Ergebnis zu berechnen? Seit Urzeiten will der Mensch wissen was die Zukunft ihm bringt und wendet darauf das denken an… aber nicht nur darauf. Auch überdenkt er seine Entscheidungen… also schaut er auch in die Vergangenheit und betrachtet sie nach Aspekten wie Eigennutzen, Moral und weiterem, auch nachdem was sich im daraus ergeben wird. Vielleicht sind Vergangenheit und Zukunft gar nicht so verschieden. Vielleicht existiert das alles nur in unserer Vorstellung von dem was wir gesehen haben. Alles ist so ziemlich ungenau… Vergangenheit, Zukunft, Sprache… existiert diese Ungenauigkeit aufgrund der Sprache oder aufgrund unseres Denkens? Wittgenstein wollte die perfekte Sprache erfinden, schaffe dies aber nicht oder kehrte davon ab. Wahrscheinlich (ja, auch so ein denk-begriff) fällt alles auf die unbekannten Variablen zurück die eben das sind was sie sind, variablen.

Aber vielleicht ist das Denken, in all seiner Komplexität, gar nicht das was man erkennen muss. Menschen haben irgendwann angefangen Metall zu bearbeiten, als Werkstoff zu verwenden ohne zu wissen wie das kristalline Gitter aussieht, was für Fremdatome sich einlagern und bei welchen Temperaturen was in was umklappt.

Tja. Die Ganze Welt scheint aus Duncan Idaho Gohlas zu bestehen. Immer auf der Suche nach der Vergangenheit um in die Zukunft schauen zu können.

Verfasst von: el barto | November 11, 2008

Atomkraft und so

Wieder mal kommt ein Zug an (Man könnte sagen: Schön das die Bahn wenigstens das auf die Reihe bringt, aber darum geht’s nicht). Um genauer zu sein ein Güterzug voll beladen mit Castor-Behältern. Was daran so schlimm ist, weiß ich eigentlich nicht. Gut, Atomkraft ist keine schöne Sache. Aber, das was irgendwann mal aus der Erde geholt wurde, wird jetzt wieder in die Erde zurück verfrachtet. Eigentlich könnte man nun meinen, dass sich der Kreislauf schließt. Doch leider gibt es da das eine oder andere Problem. Zuerst sollte man wissen das Uran nicht komplett, also so wie es in der Natur gefunden wird, verwertet werden kann. Lediglich 0,7% des Elementes, also das Isotop 235, kann zur Energiegewinnung genutzt werden. Um dieses spaltbare Uran zur Energiegewinnung zu nutzen muss es angereichert werden und so weiter und so weiter… Letztendlich kommt es nach ein paar Zyklen wieder aus dem Atomreaktor raus und simsalabim, es strahlt mehr als zuvor. Diese Spaltprodukte sind meist aber keine Alpha-Strahler mehr wie das ursprüngliche Uran. Ich versuche das mal zu verdeutlichen. Wenn man einen klumpen aus Uran hat, kann man diesen ohne Probleme in die Hand nehmen, ein bisschen damit jonglieren und sich freuen das es im dunklen ein bisschen leuchtet (glaube ich zumindest), sowie das es doch ein wenig Warm ist. Sprich, ein Alphastrahler ist wohl weniger Gesundheits- und umweltgefährlicher als so manch andere Dinge die die Menschheit so erfunden hat. Die Spaltprodukte hingegen, vor denen sollte man sich hüten. Deswegen werden diese ja auch wieder unter die Erde gepackt. Gorleben ist dafür wohl einer der ungeeignetsten Orte, aber das sei mal dahin gestellt, eigentlich geht’s mir auch um was ganz anderes.

Ich kann die Leute, die sich auf Gleise legen, Zufahrtsstraßen blockieren und so weiter nicht ganz verstehen. Wir wissen bis jetzt das dieses Zeugs was dahin gebracht wird hochgefährlich ist. Und wir wissen auch dass es am besten wäre, wenn wir das Zeugs weit, weit weg packen könnten, oder zuerst einmal an einen Ort, der für die nächsten paar Jahre sicher ist. Gut, Gorleben ist, wie schon erwähnt, ein schlechter Standort, aber deswegen gibt es ja auch den Begriff Zwischenlager. Das Lager dient dazu Zeit zu gewinnen bis uns beschränkten Menschen doch mal was Besseres einfällt, wo wir das Zeug hin packen können. Also wenn ich ein Atomkraftgegner wäre… ich würde die Züge nicht Blockieren. Ich würde mich dahinter stellen und mitschieben helfen damit der radioaktive Abfall schnell weg ist und wir wieder bisschen mehr Zeit haben um uns mal damit auseinander zu setzen.

Ich sollte vielleicht klarstellen das ich kein Verfechter der Atompolitik bin, zumindest nicht von der welche zu Zeit betrieben wird. Ein was ist klar. Der Energiehunger der Industrieländer ist verdammt hoch und Kohle sowie Öl haben schon mal bessere Zeiten gesehen. Da die regenerativen Energien nicht annäherungsweise ausreichen um eine dieser fossilen Brennstoffe zu ersetzen sollte man vielleicht überlegen ob man mit Hilfe der Kernenergie ein wenig weiter kommen könnte. Okay, die EU, und was weiß ich wer noch alles drin steckt, baut einen Kernfusionsreaktor. Wie alle neuen Methoden der Energiegewinnung haftet auch dieser irgendwie der Begriff des Allheilmittels an. Bis der allerdings mal anläuft, und bis es endlich mal einen gibt der wirklich Energie in rauen Mengen produziert, werde ich wohl lang nicht mehr auf der Welt umherwandern. Man sollte sich schnell etwas überlegen und endlich mal zu Konzepten greifen wie den schnellen Brüter oder ähnlichem.

Letztendlich steht eben eines fest, wir brauchen Energie und mehr Effizienz im nutzen dieser Energie. Diese Energie lässt sich nicht ohne Kernenergie erzeugen. Die Stimme zu erheben einfach mal dagegen zu sein, aus welchen Gründen auch immer, ist das gute Recht von jedem. Allerdings wäre es vielleicht auch mal ganz klug nicht nur den Mund weit aufzureißen, sondern auch konstruktiv mitzureden. Gut, gegen Politiker die von Wirtschaftsbossen geschmiert werden ist kein Kraut gewachsen. Aber mein Gewissen wäre durchaus erleichtert wenn ich sagen könnte: „Ich hab es wenigstens versucht“ anstatt von „Tja, eigentlich hat es mir nichts gebracht außer einen Eintrag im Straftregister.“

P.S. Der Text wirkt ein wenig zusammengestückelt. Liegt daran das ich enormen Hunger habe.

Verfasst von: el barto | November 7, 2008

Die Welt und ich I

Morgen,

jetzt ist es also so weit. Ich besitze einen Blog. Dabei glaube ich das ich den gar nicht benötige. Wie mein da ein bekannter von mir: „Da ich meiner Meinung sowieso nicht all zu oft über den Weg laufe. Wenn ich aber meiner Meinung über den Weg laufe haben wir uns nicht viel zu erzählen.“

Nun ja, was macht die Welt denn so. Obama ist designierter Präsi und die Finanzkrise kriselt vor sich hin. Ich  glaube das die Finanzkrise ausgemachter Humbug ist, oder eher abgemachter… seit mittlerweile Monaten verbreiten die Medien neue Hiobsbotschaften und dennoch läuft es irgendwie. Selbst der DAX scheint das nicht so kritisch zu sehen da es immer noch Papiere gibt die Gewinne abwerfen, und  das nicht zu knapp. Das mit der Finanzkrise ist wohl nur sowas wie Katastrophen-Marketing.

Ein kleines Beispiel: Anfang der neunziger ghab es in den Supermärkten nur „normale“ Artikel. Doch dann hatten sich die eliten des Marketings was neues, verkaufsfördernderes (ist das ein richtiges wort?) ausgedacht. Es trug den zusatzzauberartikel „light“.

Das lief für ein paar Jahre gut, doch dann ebbte die kauflust wieder ab. Was erfand man als nächstes? richtg! Öko! Sofort war alles was irgendwie in Hintertupfing ,im hintersten Alpental-dorf, hergestellt wurde, Ökologisch, teurer und sowieso sehr viel besser. Heute sind wir bei Bio angelangt… und so ähnlich scheint das mit den globalen Krisen einher zu gehen.

Die letzten Jahre redete jeder über die Klimakatastrophe… und Menschen sind nun einfach mal so das sie gewisse Themen, selbst wenn sie sie mögen, nicht ewig hören können. Sprich, das Zugpferd der weltweiten Sorgenmaschine brauchte eine Verschanufpause. So wurde die Finanzkrise erfunden. Von wem weiß ich nicht, aber ich bin mir sicher das als nächstes, also wenn auch die Finanzkrise nicht mehr so läuft, Atomkrieg, Nazis oder sowas wieder ganz in sein werden…

Ich muss ja zugeben das ich nicht mit den Amerikanern tauschen will die jetzt auf ihren enormen Hypotheken sitzen und schlaflose Nächte haben weil sie sich fragen wie sie die nächste Rate bezahlen sollen, aber sollte man nicht mal früher darüber nachdenken das nicht alles gold ist was glänzt?

Gut, es ist ntürlich einfach zu sagen: Hab ich es nicht gesagt? Und ich tu es auch nicht gerne. Selber muss ich auch zugeben das ich zwar versuche größtenteils mit verstand zu handeln und somit auch hohe moralische Ansprüche an mich stelle, jedoch diese Ziele nicht immer erfüllen kann weil sie nicht mitewinander vereinbar sind.

Hm… ich breche das hier erstmal ab,

bis später.

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